(FLZ) Fichte-Vereinszentrum im Schwebezustand

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ANSBACH (sh) – „Wie weitermachen?“ Das fragen sich seit einiger Zeit die Verantwortlichen des TSV Fichte. Das Gelände an der Türkenstraße ist für die vielen Jugendmannschaften nicht nur viel zu klein. Es müsste auch jede Menge Geld in die Hand genommen werden, um dem Investitionsstau Herr zu werden. Die Lösung könnte ein Vereinszentrum sein, eine für Ansbach neue Idee.
Im vergangenen November berichtete die FLZ erstmals über das Vorhaben. Kurz darauf diskutierte der Sportausschuss öffentlich den Wunsch des Vereins, an den Onolzbach umzuziehen. Derzeit werden dort die alten Tennishallen abgerissen.
Für mehrere Millionen Euro möchte der Verein dort etwas zukunftsweisendes für den Ansbacher Sport und für die gesamte Stadt verwirklichen. Das Zentrum, ein „Haus der Vereine“, mit Außenspielflächen soll allen offenstehen: von der Volkshochschule bis hin zu Schützenvereinen und Schulen. Vorbild sind ähnliche Projekte in Baden-Württemberg.
Die Stadträte beauftragten die Verwaltung, die Überlegungen des Vereins zu prüfen. Immerhin gilt das Gelände als Hochwassergebiet. Eine Wohnsiedlung grenzt an, und ein Teil der Fläche ist im Eigentum des Bezirks Mittelfranken. Im Februar, so die Vereinsverantwortlichen, sei es zu einem aus ihrer Sicht positiven Gespräch mit der Verwaltung gekommen. Seitdem herrsche Funkstille.
Wie der Vorsitzende des TSV Fichte, Dieter Rößl, Kassier Julian Weiß und der Jugendleiter des Vereins, Tim Rosenberger, der FLZ sagen, fühlen sie sich derzeit von der Stadt alleingelassen. „Wir hängen in der Luft.“
Zum einen fragten mögliche Kooperationspartner, ob und wie es weitergehe, zum anderen erkundigtten sich auch Vereinsmitglieder. In dieser Situation ist es für die Fichte-Verantwortlichen unverständlich, wenn es aus Stadtratskreisen heißt, der Ball liege bei „Fichte“.
„Der Ball liegt eigentlich bei der Stadt“, sagen die Fichte-Leute. Sie wünschen sich eine Aussage der Stadtverwaltung, ob das Projekt an dieser Stelle überhaupt möglich sei. „Sagt die nein, wissen wir, dass wir nach Alternativen suchen müssen.“
Auch wirkten sich mögliche Auflagen auf die Finanzierung aus. Sei beispielsweise ein Keller nicht möglich, spare man Geld; und sollte das Wasserwirtschaftsamt einen teuren Kunstrasenplatz verbieten, verändere das ebenso die Kosten-
In der Stadtverwaltung denkt man nach FLZ-Informationen jedoch gerade in die andere Richtung. Erst müsse die Finanzierung stehen, dann könnten städtische Gremien wieder beraten. Zwar habe der Verein ein Finanzierungskonzept vorgelegt, doch das sei „lediglich sehr grob“. Eines hat die Verwaltung aber doch veranlasst: Die Liegenschaftsverwaltung hat „eine gutachterliche Wertfeststellung“ für das jetzige Fichte-Gelände in Auftrag gegeben, die aber laut Baureferent Jochen Büschl „leider aufgrund der komplexen Bewertungsparameter und dringlicher Aufgaben noch nicht vorliegt“.
Derweilen haben die Fichte-Verantwortlichen mit Ängsten anderer Vereine, vor allem aus Elpersdorf und Schalkhausen, zu kämpfen. Kassier Julian Weiß stellt klar: „Wir wollen keinem Verein etwas wegnehmen.“ Ziel sei es, für Ansbach ein Angebot zu schaffen, das jedem Verein helfe, die Zukunft besser zu meistern. Dafür würde er gerne bald mit der Stadt über einen Zeitplan reden.
Quelle: Fränkische Landeszeitung vom 22.10.2017

Der Weg zum Aufstieg - Es geht wieder los! (3/5)

In der Vorbereitung hieß es dann die notwendigen konditionellen Voraussetzungen zu schaffen, damit wir im Endspurt ausreichend Kraft für einen möglichen Aufstieg hatten…

Julian Weiß
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