Stellungnahme zur Berichterstattung in der FLZ

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Die Berichterstattung über die künftige Nutzung des Onolzbach-Geländes in der Fränkischen Landeszeitung vom vergangenen Samstag haben wir, der TSV Fichte Ansbach e.V., zur Kenntnis genommen. Zu einigen Punkten und dargestellten Aussagen möchten wir konkret Stellung beziehen.

Der TSV Fichte Ansbach versteht sich als Verein für die Bewohner Ansbachs mit einer zentrumsnahen Sportanlage. So sieht es unser Vereinsleitbild vor. Dies ist unter anderem ein Grund für die positive Entwicklung unseres Vereins. Eine Auslagerung von Teilbereichen des Sportangebots in angrenzende Stadtteile stellt für uns keine Option dar. Zumal grundsätzlich fraglich ist, weshalb Sportvereine Ihre Kapazitäten und Anlagen erweitern, bei welchen eine rückläufige Entwicklung im Jugendbereich erkennbar und eine Vergrößerung nicht notwendig war. Gerade eben diesen Sportflächen in Obereichenbach und Meinhardswinden wird die Ansiedlung in Randbezirken zum Verhängnis. Diese geschaffenen Kapazitäten sollten freilich einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden, längere Wege und das Verlassen des Kernbereichs sind für den TSV Fichte allerdings kein akzeptables Szenario.

Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Sport und Kultur eine enorme Auswirkung auf den Freizeitwert einer Stadt haben. Dabei dürfen diese Aktivitäten nicht in Randbezirke verlegt werden, sondern müssen für die Bürgerinnen und Bürger mit kurzen Wegen erreichbar sein. Vor allem im Jugendsport ist dies ein erheblicher Faktor für einen sicheren Verkehrsweg und die Erleichterung für Eltern. In erster Linie ist für uns wichtig, unserem enormen Wachstum der letzten Jahre gerecht zu werden. Die Aufarbeitung der Versäumnisse in der Vergangenheit, zusammen mit einer Neustrukturierung haben dazu geführt, dass wir im Handball und Fußball eine tragende Rolle im Ansbacher Sport eingenommen haben. Mit nur einem Rasenspielfeld und 12 Mannschaften im Spiel-, Turnier- und Trainingsbetrieb haben wir die Kapazitäten längst weit überschritten.

Eine Baukostenschätzung und ein Finanzierungskonzept wurden bereits vor über einem Jahr erarbeitet und vorgestellt. Dieses Konzept haben wir nun nochmal überarbeitet und ein Basismodell für ein Sportzentrum als Grundlage verwendet. Diese Unterlagen wurden der Stadt Ansbach bereits übermittelt. Für den Abschluss konkreter Kooperationen und valide Gespräche mit Banken oder Investoren sind vorab grundlegendere Fragen zu klären. Dies betrifft die Verfügbarkeit des potentiellen Standorts, die Bereitschaft einer Auslösung des Erbbaurechts in der Türkenstraße, etwaige Auflagen für die Außenanlagen und das Gebäude (Hochwasser & Emission) sowie das generelle Interesse ein solches Projekt in Ansbach zu realisieren.

Zu Beginn der zahlreichen Gespräche über das Sportzentrum Am Onolzbach mit unterschiedlichsten Gremien wurden häufig Bedenken im Bereich Hochwasserschutz geäußert. Der Antrag der ÖDP, welcher eine „Mischung von Geschosswohnungsbau und ein bisschen Gewerbe“ vorsieht, impliziert eine weitere Versiegelung der Fläche. Laut Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete (IÜG) ist in der aktuellen Bewertung des Hochwasserschutzes ein Teil des Grundstücks als festgesetztes Überschwemmungsgebiet ausgewiesen. Ausgespart ist die ehemals durch die Tennishallen bebaute Fläche. Die vom TSV Fichte vorgesehene Nutzung würde nur ca. ein Drittel des vormalig versiegelten Grundstücks wieder mit einem Gebäude bebauen. Die Außenflächen (Sportplätze, Tartanbahn, Bewegungsparcours etc.) würden im Überschwemmungsfall kein Hindernis darstellen und eventuell anfallende Schäden wären überschaubar. Folglich wäre die Nutzung durch eine Sportanlage unter Berücksichtigung der Überschwemmungsgebiete unter diesem Gesichtspunkt zu bevorzugen. Die Schaffung von Wohnbebauung in der Türkenstraße hätte übrigens keinerlei solcher Hindernisse und würde sich optimal in die aktuellen Bebauungen eingliedern.

Überrascht haben uns die Aussage von Stadtrat Werner Forstmeier, dass sich eine andere Fläche finden würde und unser Projekt am Standort Onolzbach „ein tot geborenes Kind“ seien. Da der Berichterstattung keine konkreten Argumente zu entnehmen sind, können wir lediglich unsere Sicht der Dinge schildern: Ein Grundstück welches die längst überfällige Erweiterung unserer Sportanlagen und die Präsenz im originären Einzugsgebiet ermöglicht, ist uns nicht bekannt. Die ausgearbeitete Machbarkeitsstudie umfasst eine umfangreiche Marktanalyse, welche u.a. eine Standort- und Kundenanalyse beinhaltet. Hierbei hat sich herausgestellt, dass der überprüfte Standort für die von uns vorgesehene Nutzung aus unterschiedlichsten Gründen ideal ist. Neben einem großen unmittelbaren und mittelbaren Einzugsgebiet, welches sich über nahezu die ganze Stadt erstreckt, sprechen vor allem die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad, zu Fuß sowie die aktuelle hervorragende Parkplatzsituation für eine Sportnutzung des Standorts. Einfach und umweltfreundlich für alle Ansbacher Bürger zu erreichen, kann der Standort zum Ort für die gesamte Familie werden und die unterschiedlichsten Interessen aller Familienmitglieder gerecht werden.

Damit alle Interessierten die Möglichkeit haben sich über die Inhalte unseres Projekts zu informieren, haben wir auf unserer Homepage unter www.tsvfichte.de/projekt die wichtigsten Themen aufbereitet. Für jeglichen konstruktiven Austausch stehen wir auch gerne persönlich zur Verfügung.

Bildquelle: eigene Darstellung (Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung 2016, Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung)

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