TSV Lehrberg II vs. ERSTE 1:1 (1:0)

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Eine Farce in zwei Akten….Welchen negativen Einfluss ein Schiedsrichter auf das Ergebnis und die Verhinderung eines Fußballspiels haben kann, zeigte das heutige Spiel in Perfektion!

Mit großem Willen ging es für unsere ERSTE zum TSV Lehrberg II. Der unbedingte Siegeswille zeigte sich bereits in der 2. Spielminute, als ein Fichte-Stürmer nach einem Pass durch die Schnittstelle alleine vor dem Lehrberger-Keeper auftauchte….Der Ball ging jedoch deutlich am Tor vorbei. Doch die Fichte-Elf lies sich nicht beirren und versuchte weiter auf den Führungstreffer zu spielen. Jedoch ein ums andere Mal ohne Erfolg. Die Lehrberger Offensive fand quasi nicht statt und der Fichte-Keeper blieb beschäftigungslos. Dann nahm die Farce des Mannes in Gelb seinen Lauf: Nach einem fairen Ballgewinn der Fichte pfiff der Schiedsrichter Freistoß…Zu aller Verwunderung für die Heimelf. Grund des Pfiffes ca. 20 Meter vor dem Tor: Ein Spieler hatte „Leo“ gesagt, in der Mannschaft spielt jedoch kein Leo. Der abgeblockte Ball landete auf der rechten Außenbahn und wurde von dort als Bogenlampe in den Strafraum geschlagen. Mit Glück und der nötigen Hilfe der eigenen Fichte-Defensivarbeit landete der Ball bei einem Lehrberger Angreifer und von dort im Tor. Auch wenn das Tor in letzter Konsequenz schlecht verteidigt wurde, hätte es nie zu diesem Pfiff durch den Schiedsrichter kommen können. Etwas irritiert aber trotzdem bemüht gingen die Angriffsbemühungen der Fichte weiter: Wieder waren es zwei klare 1-gegen-1 Situation, die wir nicht verwerten konnten. Der Ausgleich wäre verdient gewesen, die klaren Chancen blieben jedoch auf der Strecke. Ein klares Foulspiel im Strafraum an Marius Grotkasten ahndete der Schiedsrichter mit der Begründung „da stehen zwei Spieler dazwischen, kann ich nicht sehen“ zur Verwunderung der Fichte-Spieler und sogar einiger Lehrberger Defensivspieler. Nachvollziehbar, dass man ein Foulspiel im Strafraum aus dem Mittelkreis nicht sehen kann. Mit einem 0:1-Rückstand ging es in die Halbzeit.

Zur Halbzeit hatte der gelbe Mann sein Gewand gewechselt und trat ab sofort in neon-orange auf…an seiner Leistung änderte die neue Spielkleidung aber nichts. Der Lehrberger Heimelf kam dies zu gute und ein wirkliches Offensivspiel gelang uns in keiner Phase des zweiten Spielabschnitts. Eine der wenigen Torchancen unserer Mannschaft konnte glücklicherweise verwertet werden, so dass der verdiente Ausgleich etwas Hoffnung aufkeimen lies. Durch langwierige Diskussionen, minutenlange Notizen auf seinem Zettel und fadenscheinige Pfiffe verhinderte er jeglichen Spielfluss. Mit Highlights wie „bei Handspiel ist grundsätzlich gelb“ und der Ansage der restlichen Spielzeit im Fünf-Minuten-Takt sicherte sich der Schiedsrichter jegliche Aufmerksamkeit auf dem Platz. Nicht nur die Spieler auf dem Feld, auch die Zuschauer waren sichtlich frustriert ob den Bemühungen des Schiedsrichters ein schnelles Spiel zu verhindern. Mehr gibt es über die zweite Halbzeit des Spiels nicht zu berichten…

Das Fazit unseres Spiels beim TSV Lehrberg II fällt trotzdem gemischt aus: Hätte es die Erste geschafft die teils klaren Chancen zu verwerten, hätte selbst die schlechteste Schiedsrichterleistung der letzten fünf Jahre keinen Einfluss auf den nächsten Fichte-Sieg haben können. Auch wenn die Probleme des Verbandes und aller Vereine bei der Schiedsrichtersuche bekannt sind, kann es schlichtweg nicht sein, dass eine einzelne Person ein Fußballspiel verhindert, durch eine offensichtliche Selbstdarstellung und falsche Regelauslegungen zum einzigen Gesprächsobjekt auf einem Sportplatz werden kann.

Etwas positives zum Schluss: Unsere Erste bleibt ohne Niederlage in der Saison und hatte nächstes Wochenende wieder die Chance durch eine eigene Leistungssteigerung als Sieger vom Platz zu gehen.

Der Weg zum Aufstieg - Es geht wieder los! (3/5)

In der Vorbereitung hieß es dann die notwendigen konditionellen Voraussetzungen zu schaffen, damit wir im Endspurt ausreichend Kraft für einen möglichen Aufstieg hatten…

Julian Weiß
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